Samstag, 16. November 2013

3-D-Geisterbahn für Erwachsene

D’ Kiaferi ihr Mann isch gschtorbe!" Die Frau im strengen schwarzen Rock, mit schwarzem Kopftuch und einem roten Leinensäckchen umgegürtet ist plötzlich wie aus dem Nichts aufgetaucht. Die absonderliche Gestalt scheucht die Gastwirtin mit lautem Ruf auf. Die Besitzer des Stilzer Fritz, einem alten Gasthof bei Emmendingen, einsam zwischen Mundingen und Freiamt gelegen, lauscht und wiegt bedächtig den Kopf hin und her. Wir verfolgen gebannt den Dialog der beiden Frauen.  
"Ich bin d’ Lisbeth, d’ Lichtsageri", erklärt die Schwarzgewandete der Wirtin und uns, einer Gruppe von 30 Neugierigen. Die Lichtsagerin ist gekommen, um von einer "Liich", alemannisch für Leiche, zu berichten. Den Tod des Küfers hat sie zu verkünden, danach lädt sie im Namen der Witwe zu seiner Beerdigung ein. Nach kurzem Plausch wird sie weiter wandern zum nächsten Hof. Wir dürfen mit. Schauspielerische Erlebnisführung nennt sich das.
Vor allem Paare und kleinere Gruppen sind dabei, die meisten aus Emmendingen und Freiburg, wie die Auto-Kennzeichen auf dem Parkplatz vor dem Gasthaus verraten, aber auch aus Pforzheim und München. Für Kinder ist das vierstündige Programm wohl eher zu lang, zu spät - und auch zu gruselig. 



Während sich der Abendhimmel allmählich rötet, zünden wir unsere Kerzen in den mitgebrachten Laternen an. Malerisch sieht es aus, wie die großen und kleinen Leuchten da stehen und die heraufziehende Dämmerung erhellen. Die Gästeführerin Monika Reinbold ist an diesem Abend in die Rolle der Tagelöhnerin Lisbeth geschlüpft, die als Lichtsagerin ein Zubrot verdient. In dieser Gestalt wird sie über das Leben der Bauern, ihre Sagen und ihren Aberglauben berichten.
Bevor wir uns auf den Weg machen, schenkt die "Stilzerin" auf zwei großen Töpfen dampfende Gerstensuppe zur Stärkung aus. Monika Reibold erzählt derweil von Leben und Beruf der Lichtsagerin Lisbeth. Die Figur ist erfunden, doch den Beruf der Lichtsagerin gab es früher wirklich in diesen Tälern. Es war ein einsames Los. Bis in die 1960er überbrachten alte, verarmte Tagelöhnerinnen den Bauern die Hiobsbotschaft. Sie wanderten von Hof zu Hof, oft weite Strecken, um vom Tod eines Gemeindemitglieds zu berichten. Nur so konnten die Bauern auf den weit verstreut liegenden Höfen davon erfahren. Jeder Hof entsandte dann ein Mitglied zum Trauerzug, der den Verstorbenen von seinem Sterbezimmer bis zum Friedhof geleitete.

Aufgeregt wie eine Schulklasse auf Klassenfahrt gehen wir los. "Immer zsämme blibe!", ruft Reibold. Malerisch sieht es aus, wie die kleine Gruppe im Schein der Laternen durch die dunkle Landschaft läuft. Die Kerzen machen ein warmes Licht, das nicht weit in die Dunkelheit dringt. Kein Laut ist zu hören, nur unsere Schritte, vereinzeltes Kichern und Wispern. Immer wieder bleiben wir stehen, und Lisbeth erzählt mit Flüsterstimme, wie das Leben und Sterben auf den alten Höfen früher vor sich ging. Im Zimmer des Verstorbenen, der auf dem Bett aufgebahrt lag, musste die Nacht über Totenwache gehalten werden. Die Kerze im Zimmer war das einzige Licht weit und breit, draußen vor dem Fenster herrschte absolute Dunkelheit. Der nächste Hof war weit entfernt. 

Plötzlich zerreißt der Ruf eines Nachtvogels das angespannte Schweigen. Käuzchen, Eule? Keine Ahnung - doch die kurz hintereinander ausgestoßenen Schreie "Kuwi, kuwi" vermitteln uns noch instensiver das Gefühl, gaaaaanz weit weg zu sein. Wir erfahren von Lisbeth, dass der Ruf von einem Kauz stammt. Er klingt in den Ohren des Wachenden wie eine Aufforderung, ein "Komm mit". Dem Totenvogel, wie der Rufer auch genannt wurde, folgen wir lieber nicht.







Nach einer Weile tritt die dunkle Silhouette des Amsenhofs aus der Dunkelheit. Schon von weitem ruft die Lichtsagerin den Tod des Küfers aus. Erhängt hat er sich, erzählt sie der neugieren Amsenbäuerin – auf dem Dachboden. "Das ist auch kein Wunder, denn seine Frau ist eine Schindmähr mit boshaftem Maul", meint diese. Die schmutzigen Details, den Tratsch und Klatsch liefert die Lichtsagerin gleich mit. Der selbst gebrannte Schnaps der Amsenbäuerin löst die Zunge. Zehn Mark hat sie früher von jedem Hof für ihre Dienste bekommen, einen wärmenden Schnaps, ein Ei oder einen Tiegel Schmalz gab es dazu. Damit lüftet sich auch das Geheimnis des roten Säckchens. In das sind die beiden letztgenannten Gaben gewandert. Auch wir dürfen von dem selbst Gebrannten der Amsenbäuerin probieren. Die meisten Damen bevorzugen jedoch den Eierlikör, ebenfalls nach altem Hausrezept selbst hergestellt. Ein gleißeder Sternenhimmel wölbt sich über uns, wie man ihn über der erleuchteten Kulisse einer Großstadt niemals sieht. Es ist kalt. Der letzten Lichtsagerin sind Kälte und Schnaps zum Verhängnis geworden. Sie hatte zu viel getrunken und wurde am nächsten Morgen erfroren unter einem Schneehügel gefunden.

 




Auf dem Weg zum Huttenhof treffen wir einen Pestkranken in den letzten Todeszuckungen. Der Todgeweihte torkelt von Wanderer zu Wanderer, schwenkt seine rußige Pechfackel und röchelt sich schier die Lunge aus dem Hals. Urplötzlich kippt er um und rollt in den Acker. "Lehn ihn liegen!", empfiehlt Lisbeth und scheucht die Gruppe weiter.
Mehr Horrorgeschichten gibt es unterwegs: Großes Unglück droht dem, der einem Schimmelreiter begegnet. Ein Schäfer traf einmal einen solchen Reiter – am nächsten Tag war die Pest in seinem Heimatdorf. Und eine böse Überraschung erleben jene, die nicht glauben wollen, dass auf der gegenüberliegenden Hügelkette die Hexen sich zum Tanze mit dem Teufel trafen. Nach all diesen Schrecken sind wir froh, den Huttenhof zu erreichen. Dort empfangen uns drei Hofhunde. Einer davon ein kleiner Kläffer. In dem Lärm gehen die Worte der Lichtsagerin unter. Macht nichts, es ist alles gesagt. Die Huttenhofbäuerin lädt zu Schmalzbroten und Most ein.





Es ist spät, als wir zum Stilzer Fritz zurückkehren. Bei Vesperbrett, Wurstsalat und einem Glas Bier wärmen wir unsere durchgefrorenen Glieder und stärken  uns von den Schrecken des Abends. Und sind froh, dass wir im sicheren Auto nach Hause fahren können.  

Was haltet Ihr von solchen Erlebniswanderungen. Könntet Ihr Euch so etwas auch als Geschenk zu Weihnachten oder zum Geburtstag vorstellen? Ich überlege mir ja, das meinen Eltern zu Weihnachten zu schenken.

Donnerstag, 14. November 2013

Eine Runde Wichteln





Hallo Ihr Lieben,

heute will ich Euch ein paar ganz besondere "Männer" präsentieren, die Ihr schon als Eingangsbild auf meinem Blog bewundern könnt. Vielleicht hat sich auch der eine oder die andere gefragt, was das sein soll.
Darf ich vorstellen! Die Wichtel der Zwergenmutti Tilli Mayer aus Neulingen. Die Minis sind nicht nur drollig anzuschauen, sondern eignen sich ganz prima als Handschmeichler, Tisch-Deko, Schlüsselanhänger, "Schutzengel" über dem Kinderbettchen, Wanderstock etc. Bei mir stehen sie auf dem Schreibtisch und passen auf, was ich so im Blog "verzapfe".
Apropos "Zapfen". Die Männchen sind reine Fundstücke aus dem Wald. Tilly Mayer, die ich im Zuge einer Recherche für "Meine gute Landküche" kennengelernt habe, fertigt schon seit mehreren Jahren aus Wurzeln, die sie selbst unterwegs in der Natur findet oder die ihr gebracht werden, die Wichtel. Man kann sie  sie auf Kunsthanderwerker- bzw. Weihnachtsmärkte in Pforzheim und im Enzkreis kaufen. Mehr Infos findet Ihr unter www.citrusdesign.de

Dienstag, 12. November 2013

Kitsch, Kunst oder Kult


 
Braves Hundchen! Eigentlich habe ich mich selbst immer für einen absoluten Katzenliebhaber gehalten. Aber dank des jüngsten Zuwachs in der Welt der Porzellan-Figuren muss ich meine Meinung überdenken. Der rosa Pudel, den die Porzellanmanufaktur Reichenbach www.porzellanmanufaktur.net jüngst vorgestellt hat, sieht einfach zu abgefahren aus. Für mich hat der Vierbein die besten Chancen, jeden Schönheitswettbwerb zu gewinnen, dank dem feinen, von Hand dekorierten Bisquit-Porzellan. Und das Schöne daran, der Vierbeiner muss weder Gassi geführt werden, noch haart er. Er schmeichelt einfach den Augen und Händen. Jetzt muss ich nur noch meinen Liebsten von diesem ultimativen Weihnachts- oder Valentinstaggeschenk überzeugen.

Montag, 11. November 2013

Sehnsuchtsort Baumhaus

Auch wenn der Sommer schon in weiter Ferne zu liegen scheint, will ich es nicht versäumen, Euch noch ein Highlight aus wärmeren Zeiten zu zeigen. So habe ich John Ebderhardt kennengelernt, der ein wunderschönes Baumhaus auf der Pforzheimer Sommerlounge präsentiert hat. Bei seinem Anblick fragt man sich unwillkürlich, aus welchem Märchenwald es gepurzelt sein könnte.


Ehrensache, dieser Frage auf den Grund zu gehen und dem Erbauer im Norden von Pforzheim einen Besuch abzustatten. John Eberhardt erzählte, wie das ausgefallene Domizil vor fünf Jahren aus einer Schnapsidee heraus entstanden ist. Ihm und seinem Kumpel fiel per Zufall ein Kunstoffspielzeug in die Hände. Gerade mal faustgroß thronte auf einem Baumstamm ein windschiefes Hexenhäuschen mit buckligem Giebeldach.  „Die Frage „Was wäre, wenn...“, stand auf einmal im Raum“, erinnert sich der 46-Jährige. „Könnten wir dieses Modell in solch einem Maßstab nachbauen, dass es von Kindern und Erwachsenen bespielbar ist?“ Dem Pforzheimer, obwohl gelernter Wirtschaftsingenieur, liegt der Umgang mit Holz. Schließlich hatte er einige Jahre zuvor für den heimischen Weihnachtsmarkt Buden entworfen, die für ihre märchenhafte Anmutung Auszeichnungen einheimsten. „Ich habe mich schon immer für Technik interessiert, außerdem liebe ich es, mit Holz zu arbeiten“, sagt Eberhardt. Da lag es nahe, beides zu kombinieren.
Um den Grundstock zu legen, musste zuerst ein „gescheiter“ Baumstamm her. Damit stand und fiel das gesamte Vorhaben. Ein Bekannter lieferte den beiden Häuslebauern einen urig aussehenden mannshohen Pappelstamm. Mit schwerem Gerät wie Motorsäge, Stemmeisen, Stechbeitel und Fräsgeräten rückten Eberhardt und Partner dem Holz zu Leibe. „Als das geschafft war, dachte ich, jetzt wird’s leichter“, sagt der Vater zweiter Kinder. Falsch gedacht. Schon beim Gerüst tauchten Probleme auf. Die Frage, wie weit darf man der Physik widersprechen, damit das Konstrukt hexenhausmäßige Proportionen annimmt, stand im Raum. Eine von innen und außen verkleidete Fachwerkkonstruktion aus Douglasienholz war die Lösung.
Bruchsichere Plexiglasscheiben sollen verhindern, dass Kletterkünstler aus den Fenstern stürzen können. Schindeln aus Zedernholz wanderten auf das spitze Dach. Jede von Hand gearbeitet. Diese Liebe zum Detail findet sich überall an dem Bauwerk: Etwa die hölzerne Schaukel, die aussieht wie eine Unterhose, die Blumengirlanden, die sich um den Balkon ranken, die Plüscheule, die den Eingang bewacht, das 100 Jahre alte Messingschloss und noch vieles mehr. Das Häuschen hat sogar Stromanschlüsse für Lampen und ein Heizöfchen, selbst beheizbare Bodenplatten lassen sich auf Wunsch integrieren. Als letzter Arbeitsschritt wurde die kleine Hütte mit dem Pappelstamm verschraubt. Jetzt ist alles so niet- und nagelfest, dass mindestens drei Generationen damit groß werden können, ist der Pforzheimer überzeugt. Eine spiralförmige Rutschbahn, die Eberhardt bei einer Ausstellung gesehen hat, soll sein Baumhaus komplettieren. Alles in allem hat es vier Monate gedauert, diesen „Spielplatz“ zu errichten. Sein Freund hatte spätestens beim Gerüstbau die Nase voll und stieg aus, Eberhardt dagegen machte weiter, verbesserte und ergänzte das Baumhaus. Am liebsten will er in Zukunft noch weitere Luftschlösser kreieren, solche, in denen je nach Ausführung auch Erwachsene wohnen können. Vielleicht könne er sogar irgendwann von dieser Spielerei leben, träumt der Familienvater. Erfolgreich absolvierte Testläufe hat John Eberhardt bei zwei Sommerlounges im Park neben der Pforzheimer Schloßkirche schon hingelegt. „Manchmal tobten bis zu zehn Kinder gleichzeitig im und auf dem Haus herum“, erzählte der 46-Jährige schmunzelnd. „Und die Eltern würden es am liebsten mit nach Hause nehmen."


Jedes Baumhaus ist ein Unikat, das sich nach den Wünschen und Vorstellungen des Käufers ergänzen lässt. Das Modell in der abgebildeten Version inklusive Baumstamm, Leiter und Schaukel gibt es ab 9990 Euro. Mehr Infos gibt es unter www.baumhausprinz.de









Alles in allem hat es vier Monate gedauert, diesen „Spielplatz“ zu errichten. Sein Freund hatte spätestens beim Gerüst die Nase voll und stieg aus, Eberhardt dagegen machte weiter, verbesserte und ergänzte das Baumhaus. Am liebsten will er in Zukunft noch weitere Luftschlösser kreieren, solche, in denen je nach Ausführung auch Erwachsene wohnen können. Vielleicht könne er sogar irgendwann von dieser Spielerei leben, träumt der Familienvater. Erfolgreich absolvierte Testläufe hat John Eberhardt bei zwei Sommerlounges schon hingelegt. „Manchmal tobten bis zu zehn Kinder gleichzeitig im und auf dem Haus herum“, erzählt der 46-Jährige schmunzelnd. „Und die Eltern würden es am liebsten mit nach Hause nehmen.“ 

Lass mich doch wissen, wovon Ihr als Kinder so geträumt habt!
Oder habt Ihr Eure Träume sogar in die Wirklichkeit umgesetzt?

Freitag, 8. November 2013

Auch Hunde haben Rücken


Mit einer roten Schwimmweste ausstaffiert paddelt Hanni durchs Becken. Im Schlepptau Claudia Windbiel. Die Physiotherapeutin achtet auf die exakte Haltung der betagten Hundedame und gibt hin und wieder Hilfestellung.

Schwimmwesten gibt es in allen erdenklichen Größen. Schließlich kam auch schon ein Kaninchen in den Genuss der Aqua-Therapie.

Am Beckenrand wartet schon die nächste Patientin. Mia möchte endlich auch mal ins Wasser.

Bei Physiotherapeutin Claudia Windbiel planschen Hunde nicht nur zum Vergnügen. Das therapeutisches Schwimmen tut auch morschen Knochen gut. Hanni, ein 18-jähriger Schäferhund-Rottweiler-Dackel-Mix, leidet an Arthrose und bekommt deswegen eine so genannte Hydrotherapie. Seit etwa einem Jahr bietet die ausgebildete Hundeflüsterin Claudia Windbiel diesen Service an. Für Patienten wie Hanni ist Schwimmen eine perfekte Methode, um wieder fit zu werden. Im Wasser kann sie sich ohne Schmerzen bewegen und ihr Herz-Kreislaufsystem wird gestärkt. „In der Regel geht es meinen Patienten schon nach sechs bis acht Schwimmeinheiten deutlich besser, und sie sind wieder viel freier in Haus und Garten unterwegs“, weiß die Fachfrau.


Warum musste es gleich ein richtiges Schwimmbad sein. „Von Unterwasserlaufbändern halte ich nicht viel“, meint Windbiel. „Das Gewicht lastet immer noch auf den Gelenken der Hunde. Daher habe ich mich für ein Schwimmbassin entschieden“. 1,40 Meter ist es tief, 4,50 Meter lang und 3 Meter breit. Das Wasser badewannenwarm. Da drin kann man es aushalten. „Schließlich bin ich bis zu vier Stunden am Tag im Becken“, lacht die 48-jährige Therapeutin. Warmes Wasser, gemütliches Planschen – kennt man ja aus dem Babybecken. „Die Hunde sind manierlich“, beantwortet Ehemann Jürgen Windbiel diesbezügliche Fragen. „Die machen kein Pipi rein.“ Wenn jemand es mal laufen lasse, dann eher ein Kind eines der Hundebesitzers, das auch mit ins Wasser möchte.“ Da die Anlage computergesteuert ist, kann ich so was durch einen kurzfristigen Chloranstieg feststellen“, grinst der selbst ernannte Bademeister. „Eigentlich behandeln wir nur Hunde in unserem Schwimmbecken“, so Claudia Windbiel. Doch vor kurzem sei sie von einer Hasenbesitzerin gebeten worden, die Therapie auch bei ihrem langohrigen Liebling auszuprobieren.



Doch bevor Hanni baden geht, gibt es noch eine wohltuende Massage. Massagen fördern – genau wie beim Menschen – die Durchblutung und regen den Stoffwechsel an. Verspannte Muskeln und das Gewebe werden gelockert, was die Schmerzen lindert. Außerdem verhilft die Massage einem Hund, der sich darauf einlassen kann, auch zu psychischer Entspannung und Beruhigung. Kein Problem für Hanni. Die Senioren hat auch diese Behandlung sichtlich gerne über sich ergehen lassen. 

Claudia Windbiel arbeitet eng mit den Tierärzten zusammen. „Das ist mir sehr wichtig. Ich brauche eine gesicherte Diagnose, auch akute Entzündungen in den Gelenken müssen ausgeschlossen werden. Die Therapeutin ist überzeugt: „Wenn das Zusammenspiel zwischen Tierarzt, Hundehalter und mir klappt, kann eine Heilung erfolgen.“

Donnerstag, 7. November 2013

Einmal zahlen, vielmal zugreifen

Yum, yum... Oder sollte ich besser sagen: Oje! Innerhalb von vier Tagen bereits das zweite Event zum Thema Fressalien. Und noch 39 Tage bis Heilig Abend. Wenn das so weitergeht, bin ich bis zu Weihnachten kugelrund wie die Speckbrötchen, die es beim Festival "Wurst&Weck" zu kosten gab.
Aber auch die Süßspeisen waren allererste Sahne. Und ich liiiiiiebe Süßen in allen möglichen Varianten. Wie kann ich da schon Nein sagen. Nur gut, das ich am Mittwochabend die ganzen Fotos schießen und die Interviews mit den Veranstaltern führen musste, da ist mir doch einiges an Hüftgold erspart geblieben...













Hmmh... wenn ich mir die Bilder so anschaue, fällt mir auf, ich habe fast nur Desserts und ähnliches fotografiert. Die Namensgeber der Veranstaltung Wurst und Weck und die anderen herzhaften Dinge habe ich ein bisschen stiefmütterlich behandelt. Haben aber trotzdem supergut geschmeckt.



Wer kann regionale Köstlichkeiten besser repräsentieren und servieren als Damen in Dirndl. Die Modelle von Wibke Eberlein (2. Dame von rechts) - sie hat schon für Claudia Effenberg, Gundis Zambo und viele andere Promidamen Zauberdirndl kreiert - sind einfach jedesmal eine Wucht, sie anzuschauen. Und wer weiß vielleicht gönne ich mir selbst ja mal eins ihrer Modelle.


Zuckersüß... Für den Heimweg gab's herzige Mitbringsel in Form von Lebkuchenherzen. Konditorenmeisterin Susanne Winkelmann hat diese ganz individuell nach Wunsch mit Liebeserklärungen und ähnlichem dekoriert.
 

Etwas Käse zum Schluss schließt nicht nur den Magen, sondern diesmal auch die Bildergalerie...

Wie steht's mit Euren Vorlieben... lieber salzig oder süß?

Montag, 4. November 2013

Liebeserklärung an den Genuss

Hi Ihr Lieben,

am Wochenende fand zum ersten Mal die "Messe des regionalen Geschmacks" in Pforzheim statt.Und ich durfte dabei sein.
„Einfach der Nase nach!“ lautete die Zielvorgabe auf dem Weg zum CongressCentrum. So empfing bereits beim Betreten der Halle würziges Speckaroma die Gäste und machte Hunger auf mehr. Die heimischen Spezialitäten aus dem Schwarzwald zogen mehr als 2000 Besucher an.

Die Drechselstube von Kurt Huss war der Renner besonders bei den Kids. Die konnten nicht nur zuschauen, wie Holzspielzeug gemacht wird, sondern Kreisel & Co. auch gleich ausprobieren. Aber auch Mamas und Papas griffen gerne zu und schwelgten in Kindheitserinnerungen.

Verena Stilp umkreiste mit Großmutter Lore Stilp den Senf- und Meerettichstand Wiedemer aus Appenweier. Senf mit Curry, Bärlauch und Chili war den Damen bereits bekannt. Aber dass es den Scharfmacher mit Mango, Orangen oder Heidelbeeren gibt, ließ die Zwei staunen und zu den Probierbrotstücken greifen  „Der Papa wandert öfters im Schwarzwald. Nachdem er von der Messe gehört hat, lag es nahe hierher zukommen“, erzählt die Ludwigsburgerin zwischen zwei Bissen.  Sie lacht: „So kommen meine Oma und ich ebenfalls in den Genuss der typischen Leckereien ohne erst laufen zu müssen.“ 







Freigiebig mit Probiererle waren sie alle, Erzeuger und Produzenten aus dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, die da mit ihren Marktständen vertreten waren. Schließlich kann auf keine schönere Weise Landschaftspflege betrieben werden als mit Messer und Gabel. Neugier auf neue Geschmackserlebnisse und Sinneseindrücke, Lust am Schmecken, Riechen, Schauen und Fühlen konnten die Besucher beim Messe-Bummel gut gebrauchen. Was Hersteller und Händler aus der Region und von weiter her an Qualitätsprodukten zu bieten hatten, war eine vielstimmige Einladung zum Genuss. Himmlisch feiner Honig, Schreinerspielzeug mit seidiger Oberfläche, geräucherte Würste, duftende Kräuteröle, Apfelessig und Alkoholhaltiges auf Streuobstbasis, Gebackenes aus Dinkel – fast nichts, was es bei der Genussmesse nicht gab. 
Für mich waren neben den Probiererle natürlich die Gespräche mit den Marktbeschickern und Kontakte interessant, die ich schließen konnte. Vielleicht lässt sich mit dem einen Erzeuger oder der anderen Produzentin einen schöne Geschichte für "Meine gute Landküche" bewerkstelligen. Ich werde Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.

Habt Ihr auch schon mal eine Messe mit regionalen Produkten/Lebensmitteln besucht?